Betreff: Antrag zur Umgestaltung des Ascheplatzes im Sollingstadion Uslar zu einem Kunstrasenplatz
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Bauer,
die Gruppe Zukunft Uslar beantragt die Umgestaltung des bestehenden Ascheplatzes im Sollingstadion in Uslar zu einem modernen Kunstrasenplatz.
Der Antrag soll in den zuständigen Ausschüssen beraten und ein entsprechendes Konzept zur Umsetzung einschließlich möglicher Förderprogramme erarbeitet werden.
Begründung:
Der derzeit vorhandene Ascheplatz im Sollingstadion entspricht in seiner Beschaffenheit und Nutzbarkeit nicht mehr den heutigen Anforderungen an eine moderne und sichere Sportanlage.
Bereits seit vielen Jahren zeigt sich, dass der Platz für einen regelmäßigen und sicheren Trainings- und Spielbetrieb nur eingeschränkt geeignet ist.
Probleme des bestehenden Ascheplatzes:
- Pfützenbildung nach Regenfällen durch mangelhafte Oberflächenstruktur
- unzureichende oder teilweise nicht funktionierende Drainage
- starke Staubentwicklung im Sommer bei Trockenheit
- unregelmäßiges Ballverhalten
- erhöhte Verletzungsgefahr (Schürfwunden, Prellungen etc.)
- eingeschränkte ganzjährige Nutzbarkeit
Fehlende Infrastruktur in Uslar:
Die Stadt Uslar verfügt derzeit über keinen Kunstrasenplatz. Vereine und Mannschaften sind deshalb gezwungen, für Trainingseinheiten oder Vorbereitungsspiele auf Kunstrasen in andere Städte auszuweichen, beispielsweise nach Northeim, Kalefeld oder Göttingen. Dies bedeutet Fahrtstrecken von rund 30 km oder mehr pro Strecke.
Für Vereine, Jugendmannschaften und Ehrenamtliche stellt dies eine erhebliche organisatorische und zeitliche Belastung dar und ist für eine sportaktive Stadt wie Uslar nicht mehr zeitgemäß.
Vorteile eines Kunstrasenplatzes:
- ganzjährige Nutzbarkeit, auch bei schlechter Witterung
- deutlich höhere Belastbarkeit und mehr Nutzungsstunden pro Jahr
- Verbesserung der Trainingsbedingungen für alle Altersklassen
- Reduzierung der Verletzungsgefahr
- keine Staubentwicklung wie auf Ascheplätzen
- planbare Nutzung für Vereine, Schulen und Freizeitsport
Ein Kunstrasenplatz kann jährlich über 2.000 Nutzungsstunden ermöglichen und damit eine zentrale Sportinfrastruktur für Uslar darstellen.
Darüber hinaus könnte der Platz nicht nur für Fußball, sondern beispielsweise auch für Schulsport oder andere Außensportarten genutzt werden.
Bedeutung für Jugend- und Vereinssport:
Besonders wichtig ist diese Maßnahme für den Kinder- und Jugendsport in Uslar und den Ortsteilen.
Ein moderner Kunstrasenplatz würde die Trainingsbedingungen für Jugendmannschaften deutlich verbessern, lange, zeitintensive Fahrten zu Trainingsmöglichkeiten außerhalb der Stadt vermeiden und die Attraktivität des Vereins- und Breitensports in Uslar stärken.
Fördermöglichkeiten:
Im Rahmen der Planung sollten mögliche Förderprogramme geprüft und genutzt werden, beispielsweise über den Bund, das Land Niedersachsen, den Landessportbund Niedersachsen, den Landkreis Northeim inkl. der Stiftungen, den Kreissportbund sowie Sportförderprogramme oder weitere Fördermöglichkeiten für Sportstättenentwicklung.
Fazit:
Die Umgestaltung des Ascheplatzes zu einem Kunstrasenplatz stellt eine wichtige Investition in die Sportinfrastruktur der Stadt Uslar dar.
Sie schafft moderne Trainingsbedingungen, stärkt den Jugend- und Vereinssport und ermöglicht eine ganzjährige Nutzung der Sportanlage vor Ort, ohne dass Sportlerinnen und Sportler auf weit entfernte Plätze ausweichen müssen.
Die Gruppe Zukunft Uslar bittet daher um Beratung dieses Antrages in den zuständigen Ausschüssen sowie um Prüfung der finanziellen und förderrechtlichen Rahmenbedingungen. Die erforderlichen Haushaltsmittel sollen über den Haushalt 2027 bereitgestellt werden.
Mit freundlichen Grüßen
